Wenn in einer Familie ein Angehöriger verstirbt, tauchen viele Fragen auf.
- Was ist zu tun?
- Bekommen wir noch einen Priester?
- Wie möchten wir die Beerdigung unserer Angehörigen durchführen?
- Was kann ich alles mit dem Bestatter klären?
Schon frühzeitig sollte mit älteren oder schwerkranken Angehörigen über den Empfang der Krankensalbung gesprochen werden. Die Krankensalbung ist kein Sakrament nur für die letzte Lebensphase, sondern eine Quelle von Trost, Kraft und Hoffnung in Zeiten von Krankheit und gesundheitlicher Schwäche.
Warten Sie daher nicht bis zur „letzten Minute“. Oft ist es für die Betroffenen wohltuender, das Sakrament bewusst und in Ruhe zu empfangen. In einer akuten Krisensituation kann es unter Umständen nicht mehr möglich sein, den Wunsch rechtzeitig zu erfüllen.
Wenn Sie für sich selbst oder für einen Angehörigen die Krankensalbung wünschen, wenden Sie sich bitte an das Pfarrbüro oder einen Seelsorger Ihrer Gemeinde.
Im Sterbefall nimmt Ihr Bestatter Kontakt mit dem zuständigen Pfarrbüro auf und stimmt die weiteren Schritte für die Abschiednahme ab.
Im Mittelpunkt der Beerdigungsfeier stehen die Erinnerung an den Verstorbenen, die Verkündigung des Wortes Gottes und die Hoffnung auf die Auferstehung. Gemeinsam nehmen wir Abschied und vertrauen den Verstorbenen der Liebe Gottes an.
Sechswochenamt und Jahrgedächtnis
Das Sechswochenamt ist in der römisch-katholischen Kirche eine Heilige Messe, die sechs Wochen nach dem Tod oder dem Begräbnis zum Gedenken an den Verstorbenen gefeiert werden kann. Das Sechswochenamt markiert das Ende einer ersten Trauerphase und verweist auf die christliche Hoffnung, dass Gott seine gute Absicht auch für den Verstorbenen offenbart hat - und dass die verstorbene Person im Frieden Gottes lebt.
Beim Jahrgedächtnis oder Jahresamt gedenken wir der Toten im Gottesdienst, im "Eucharistischen Mahl". Bitte vereinbaren Sie diesen Termin rechtzeitig mit dem Pfarrbüro. Der Name des oder der Verstorbenen wird im Gottesdienst vom Priester verlesen und oft im Pfarrbrief veröffentlicht.
Wir sind bemüht, bei zeitiger Terminvereinbarung, das Sechswochenamt oder Jahrgedächtnis im Pfarrbrief mit aufzunehmen.